Wer dauerhaft und gesund abnehmen will, der sollte das Unterfangen weniger als Diät, sondern vielmehr als neue Lebensart anerkennen. Diäten sind zeitlich begrenzt – Ziel beim gesunden Abnehmen ist aber, das Gewicht dauerhaft zu halten. Das gelingt durch gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Und zwar nicht nur für wenige Monate, sondern möglichst für den Rest deines Lebens.
Ja, das stimmt. Wenn der Körper richtig unter Strom steht, schüttet er Unmengen an Adrenalin aus. Die Herzfrequenz und der Blutdruck sind erhört. Direkt im Anschluss wird dann das Hormon Cortisol ausgeschüttet – und dieses wiederum wirkt enorm appetitanregend. Deshalb essen einige Menschen nach dem Stress viel mehr als sonst. Wer sich nach dem Stress erholen will, sollte das nicht durch Essen tun, sonder lieber eine Runde um den Block drehen – oder Stress gleich vermeiden.
Das ist so nicht ganz korrekt. Tatsächlich sind Kohlenhydrate ein wichtiger Energie-Lieferant. Man sollte beim Verzehr nur darauf achten, dass man nicht mehr Kohlenhydrate zu sich nimmt, als man wirklich braucht. Der Überschuss wird vom Körper gespeichert und dadurch entstehen unschöne Fettpölsterchen. Auch von Vorteil ist, zu den sogenannten "guten" Kohlenhydraten zu greifen. Sie zeichnen sich dadurch aus, besonders lange zu sättigen und stecken etwa in Vollkornprodukten. Foto: iStock/ bit245
Aber auch Anorexia-nervosa-Patientinnen wenden diese Strategien an. Allerdings leiden sie nicht unter Heißhungerattacken. Doch kann die Erkrankung in eine Bulimie übergehen. Bei dieser provoziert das Energiedefizit nach einer Hunger- und Entleerungsphase bald den nächsten Essanfall. Der Gewichtsverlust ist bei beiden Ess-Störungen natürlich nicht vergleichbar, er wird aber jeweils bewusst eingeleitet.

Charlotte Erlanson-Albertsson et al., “Body weight loss, reduced urge for palatable food and increased release of GLP-1 through daily supplementation with green-plant membranes for three months in overweight women”, Appetite, September 2014, („Körpergewichtsverlust, reduzierter Appetit auf Süsses und erhöhte Ausschüttung von GLP-1 durch tägliche Nahrungsergänzung mit grünen Pflanzenmembranen über drei Monate hinweg bei übergewichtigen Frauen”) (Studie als PDF)


"Das ist das erste Mal, dass eine solche bevorzugte Aufnahme von Acetat in den Hypothalamus nachgewiesen wurde", sagen die Forscher. Als Folge dieser Aufnahme stieg kurz darauf der Gehalt eines appetithemmenden Neuropeptids um das Vierfache an. Andere Botenstoffe wurden deaktiviert. "Diese Daten demonstrieren, dass es einen zuvor unbekannten Mechanismus gibt, durch den die Fermentation von Ballaststoffen das Körpergewicht beeinflusst", konstatieren Frost und seine Kollegen.
Wenn es darum geht Kilos zu verlieren, kommt es auf die Menge an Kalorien an, aber auch auf den Typ.  Während die Kalorieneinwirkung kontrovers ist, zeigen verschiedene aktuelle Studien auf die überzeugenden Vorteile von Proteinen beim Gewichtsverlust. In einer Studie wurde das Protein von 15% auf 30% der Kalorien erhöht und Fett wurde von 35% auf 20% der Kalorien verringert (Kohlenhydrate blieben konstant bei 50%). Der Zuwachs an Protein war deutlich mit einem reduzierten Appetit und weniger zugeführten Kalorien verbunden, was schließlich zu signifikantem Gewichtsverlust führte.
Wenig Kalorien, wenig Fett, viele gesunde Vitamine – allein das macht Äpfel schon zum perfekten Fitness- und Figur-Food. Es kommt aber noch besser, denn Äpfel enthalten viel Pektin. Das ist ein Ballaststoff, der den Blutzuckerspiegel reguliert. Bedeutet: Insulin-Achterbahnfahrten bleiben aus, ihr bleibt lange satt und Heißhungerattacken gehören der Vergangenheit an!
Viele Diäten versprechen wundersame Gewichtsverluste in Rekordzeit. Genau bei diesen sollten Sie skeptisch sein, denn die „Sünden“, die sich jahrelang zu Übergewicht angesammelt haben lassen sich nun einmal nicht in wenigen Wochen korrigieren. Sie müssen schon ein wenig Geduld haben, doch das zahlt sich aus und Sie werden mit nachhaltigem Erfolg belohnt und entgehen dem gefürchteten (und ungesunden) Jojo-Effekt.
Konzentriere dich auf gute Fette. Es gibt Fette, die gut für dich sind, wie die ungesättigten in Olivenöl, Avocado und Nüssen. Diese sättigen dich (Fett macht einen guten Job, indem es uns sättigt) und treiben den Zuckerspiegel nicht in die Höhe, so dass dein Insulinspiegel gleichmäßig bleibt (und so eine Gewichtszunahme vermeidet).[5] Deshalb fördern die kohlenhydratfreien Diäten eine Menge gesunder Fette; deinem Körper gefällt das tatsächlich. Statt dass du also nach einem fettarmen Müsli greifst, versuche es stattdessen mit einer Handvoll Nüsse.

Mitunter kommt es jedoch vor, dass die Ursache trotz eines gründlichen Check-up länger unklar bleibt. Studien zufolge trifft das bei etwa jedem Fünften zu. Für die Prognose sollen daraus keine Nachteile entstehen. Insofern halten Ärzte es dann für vertretbar, den Betroffenen lediglich von Zeit zu Zeit kontrollhalber einzubestellen. Das ist eine gute Nachricht, befürchten doch viele bei ungewolltem Gewichtsverlust gleich das Schlimmste, etwa Krebs.

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