Des einen Freud, des anderen Leid: Wem es endlich gelungen ist, sich seinen Wunsch zu erfüllen und nachhaltig abzuspecken, kann zufrieden sein. Kommen jemandem aber in relativ kurzer Zeit mehrere Pfunde ohne eigenes Zutun abhanden, dann ist das anders zu bewerten. Ärzte horchen auf, wenn ein Patient berichtet, dass die Waage mehr als fünf Prozent Gewichtsverlust innerhalb eines Vierteljahres oder über zehn Prozent in sechs Monaten anzeigt.
Unser Stoffwechsel ist die ständige Zufuhr von energiereicher und ballaststoffarmer Nahrung eigentlich nicht gewöhnt. Denn unsere Vorfahren aßen noch vorwiegend faserreiche Pflanzenkost. "Schätzungen nach enthielt die steinzeitliche Nahrung mehr als 100 Gramm Ballaststoffe pro Tag, die heutige Aufnahme in westlichen Ländern liegt dagegen nur zwischen 10 und 20 Gramm pro Tag", erklären Gary Frost vom Imperial College London und seine Kollegen.

Wenn Sie dazu neigen, zu viel zu essen, sollten Sie einmal versuchen, eine Ihrer täglichen Mahlzeiten durch einen grünen Smoothie zu ersetzen oder einen Smoothie als Vorspeise zu sich zu nehmen. Mit „Smoothie“ ist hier kein gekauftes Fertiggetränk gemeint, das meist viel zu viel Zucker und andere ungünstige Zutaten enthält, sondern ein selbst gemachter grüner Smoothie aus Früchten, grünem Blattgemüse, Wasser und – nach Geschmack – etwas Mandelmus, Ingwer, Vanille o. ä.


Über lange, lange Zeit wurde Fett ungerechtfertigt kritisiert. Der Low-Fat-Hype war riesig und ist noch immer stark. Tatsächlich wurden Low-Fat-Dinge mit zusätzlichem Zucker verarbeitet, damit sie gut schmecken (im Großen und Ganzen jedenfalls) und haben so den Stempel "gesund" zunichte gemacht. Überall gibt es neue Forschungen, dass fetthaltige Dinge wie rotes Fleisch und Käse vielleicht gar nicht so schlecht für uns sind.[6]
Ernährung, Sport und eine effektive Integration dieser Elemente in den Alltag – das Konzept „gesund abnehmen“ setzt sich aus vielen Aspekten zusammen, die dein Leben grundsätzlich verändern werden. Ein Umdenken lohnt sich, insbesondere, wenn das Körpergewicht für dich bereits zum Problem geworden ist. Gewinne in einigen einfachen Schritten an Lebensqualität dazu, denn: Gesund abnehmen heißt gleichzeitig gesund und bewusst zu leben.
Auch wenn es in der schnelllebigen Zeit verpönt scheint: Alles braucht seine Zeit. Da sind die ungeduldigen Schnelldiäten einfach nur Blödsinn. Allein der Begriff "Diät" suggeriert eine vorübergehende Einschränkung des Genusses, die danach wieder beendet wird. So wird das nichts. Es geht nur mit einer Änderung der Lebensweise und zwar auf Dauer. Dann ändern sich Erwartungshaltungen, Geschmackspräferenzen, Situationsantworten auf Langeweile, Stress usw. Das muss dann auf Dauer geschehen und ist dann ein neues Programm für den Rest des Lebens.

Libby Mills, Sprecher der Akademie für Ernährung und Diätetik, sagt, dass vorgefertigte Dressings einer der schlimmsten Übeltäter sind. Im Restaurant sollte man deshalb probieren, dass Dressing neben dem Salat serviert anzufordern, um es selbst dosieren zu können. Und zuhause sollte man ganz auf vorgefertigte Salatsaucen verzichten: Stattdessen einfach frischen Zitronensaft, Essig und Olivenöl verrühren.


Kombiniert mit Magnesium kann man die positive Wirkung auf den Gewichtsverlust noch weiter verstärken. Denn Magnesiummangel verhindert das Abnehmen. Magnesiummangel führt hingegen zu Blutzuckerschwankungen und diese wiederum zu Fressattacken, die bekanntlich nicht gerade förderlich sind, wenn man Gewicht verlieren möchte. Oft sind gerade Diäten magnesiumarm – und Fertigprodukte aus dem Supermarkt ebenfalls.
Stimmt nicht. Manchen Lebensmitteln wird nachgesagt, dass sie sogenannte Negativ-Kalorien haben. Damit gemeint ist, dass bestimmte Lebensmittel weniger Kalorien haben, als der Körper verbraucht, um sie zu verdauen. Das soll zum Beispiel für Sellerie und Spargel gelten. Doch hier hat sich leider ein Denkfehler eingeschlichen: Die Kalorien, die man bei der Verdauung verbraucht, wurden von der Lebensmittelindustrie bereits vom Gesamtwert abgezogen. Dieser Mythos stimmt also nicht. Foto: iStock/ MmeEmil
Untergewicht verkürzt die Lebenserwartung, unabhängig von der Ursache. Zu Mangel- oder -unterernährung kommt es, wenn der Körper längere Zeit zu wenig Nährstoffe und Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhält. Dann entwickeln sich Mangelerscheinungen, und in verschiedenen Organen kann es zu Funktionsstörungen kommen. Blässe, Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit, bei Frauen im gebärfähigen Alter eine ausbleibende Regelblutung, Mundschleimhautentzündungen, Muskelschwäche, Herz- und Kreislaufprobleme, Neigung zu Schwindel und Ohnmacht sind nur einige Beispiele dafür.
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